Grosser Baum auf Reise / Taming the Garden
Ein mächtiger Mann, der auch der ehemalige Premierminister von Georgien ist, kauft alte, bis zu 15 Stockwerke hohe Bäume entlang der georgischen Küste, um sie in seinen privaten Garten zu verpflanzen. Für den aufwändigen Transport der Bäume werden andere Bäume gefällt, Stromkabel verlegt und neue Strassen durch Mandarinenplantagen gepflastert. Die dramatische Migration hinterlässt etwas Geld, vernarbte Dörfer und verwirrte Gemeinschaften.
Die Regisseurin Salomé Jashi begleitet diesen bizarren wie erschütternden Prozess, und vermittelt zugleich ein Bild der Lebensverhältnisse einer ländlichen Bevölkerung an der äussersten Peripherie Europas. Der Film rückt den Begriff der Entwurzelung von seiner metaphorischen Bedeutung in eine bedrückende, greifbare und doch surreal anmutende Realität und wird zu einer Ode an die Rivalität zwischen Mensch und Natur.
Salomé Jashi wurde 1981 in Tiflis, Georgien, geboren. Sie studierte zunächst Journalismus und arbeitete mehrere Jahre lang als Reporterin. Im Jahr 2005 erhielt sie ein Stipendium des British Council, um an der Royal Holloway, University of London, Dokumentarfilm zu studieren.
Salomés The Dazzling Light of Sunset (2016) wurde mit dem Hauptpreis beim Regard Neuf Wettbewerb von Visions du Réel sowie bei ZagrebDox, Jihlava IDFF, Valdivia IDFF und mehreren anderen Festivals ausgezeichnet. Ihre frühere Arbeit, Bakhmaro (2011), die in Koproduktion mit ma.ja.de. filmproduktion und MDR/Arte entstand, erhielt eine Ehrenerwähnung für ein junges Dokumentartalent bei DOK Leipzig, wurde als bester mittel- und osteuropäischer Dokumentarfilm beim Jihlava IDFF ausgezeichnet und war für die Asia Pacific Screen Awards und Silver Eye Awards nominiert.
Salomé ist die Gründerin von zwei Produktionsfirmen: Sakdoc Film und Microcosmos, die beide Dokumentarfilme und Spielfilme von hoher künstlerischer Qualität produzieren. Sie war Stipendiatin des Nipkow-Stipendiums im Jahr 2017 und des DAAD Artists-in-Berlin-Programms im Jahr 2020.
Docudays UA - International Human Rights Documentary Film Festival 2021
Main Prize
CineEco Seia Festival
Grand Prix Environment CineEco
CineFest Miskolc
Winner of the CineDocs Film Competition
Cinetekton
Bester Dokumentarfilm
CinéDOC Tbilisi
Special Jury Mention
Cinéma du Réel - festival international du film documentaire 2021
Mention Spéciale (Prix du Jury des Jeunes)
FICMEC - Festival Internacional de Cine Medioambiental de Canarias 2021
Best Feature Documentary
FICUNAM - Festival Internacional de Cine UNAM 2021
Best Feature Film
Golden Apricot International Film Festival
FIPRESCI Award of the Regional Panorama
Festival Interférences
Jury Preis
Filmkunstfestival Mecklenburg-Vorpommern
Bester Dokumentarfilm
Umeå European Film Festival
Film Prize "Rödspoven"
IFF Message to Man
Bester Dokumentarfilm
Internationales Filmfestival ELBE DOCK
Special Mention
Visioni dal Mondo
International Jury Special Mention
Majordocs
Special Jury Award for Artistic Achievement
Qara Film Festival
Special Jury Prize
Tacoma Film Festival
Best Cinematography
Tbilisi International Film Festival
Best Documentary
Underhill Fest
Bester Film in International Competition
Regie und Buch
Salomé Jashi
ProduzentInnen
Vadim Jendreyko, Erik Winker, Martin Roelly, Salomé Jashi
Kamera
Goga Devdariani, Salomé Jashi
Editor
Chris Wright
Sound Design
Philippe Ciompi
Music Supervisor
Celia Stroom
Researcher
Tamara Mshvenieradze
Line Producer
Pascal Moor
Associate Producers
Hercli Bundi, Susanne Guggenberger, Ümit Uludag, Anna Dziapshipa
Eine Koproduktion von
Mira Film, CORSO Film, Sakdoc Film
Mit finanzieller Unterstützung von
Federal Office for Culture Switzerland (FOC), Film- und Medienstiftung NRW, Eurimages, Fachausschuss Film und Medienkunst BS / BL, Georgian National Film Center, IDFA Bertha Fund, Succès Passage Antenne, SRG SSR
Format
DCPLänge
91minFarbe
trueJahr
2021Original Sprache
GeorgischUntertitle
Englisch, DeutschLand
Schweiz, Deutschland, GeorgienISAN
0000-0005-AA30-0000-3-0000-0000-S